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23. Juli 2017

Schlossvortrag: 1546 - Flammentod im Großen Schloss

Über ein Verbrechen gegen die Reformation berichtet Prof. Dr. Gerd Biegel, Präsident des Vereins Rettung Schloss Blankenburg e.V. und Direktor des Instituts für Braunschweigische Regionalgeschichte in seinem nächsten Schlossvortrag am

Sonntag, 23. Juli 2017 um 16.00 Uhr im Großen Schloss

Das Große Schloss in Blankenburg ist ein auch heute noch beeindruckendes – wenn auch weiterhin sanierungsbedürftiges – Baudenkmal der braunschweigischen Welfengeschichte. Schon Kaiser Lothar III. hatte diese »Steinerne Perle des Vorharzes« als Hausgut im Besitz und an einen Verwandten aus dem Grafengeschlecht von Blankenburg-Regenstein weitergegeben. Unter Graf Ulrich XII. wurde schließlich die Reformation eingeführt mit grauenhaften Folgen. Der Überlieferung nach sollen schon 1539 die »Papisten«, aus Hass gegen den Grafen, mehrfach durch Brandstiftungen Feuer in der Stadt verursacht haben. Am schlimmsten traf es den Grafen und seine Familie, als gerade ein Erweiterungsbau des Schlosses begonnen wurde. Noch bevor dieser neue Flügel bezogen bewohnbar war, wurde dann in der Nacht zum 19. November 1546 unter der Haupttreppe des noch bewohnten Schlossteils ein Brand gelegt. Innerhalb kürzester Zeit stand das gesamte Treppenhaus in Flammen, die auch auf die Wohn- und Schlafräume übergriffen. Wegen der frühen Uhrzeit kamen die Stadtbewohner erst relativ spät zum Löschen auf dem Schloss an, außerdem wehte starker Wind, der das Feuer anfachte. Die jüngeren Kinder des Grafen (z.B. die vierjährige Elisabeth) wurden in Tüchern oder ihren Betten herabgelassen und auch die meisten Bewohner konnten gerettet werden. Die hochschwangere Gräfin Magdalena, Tochter des Grafen Botho VIII. von Stolberg und Mutter von neun Kindern, konnte sich wegen ihrer Schwangerschaft allerdings nicht mehr rechtzeitig in Sicherheit bringen. Als der Graf keinen Ausweg fand, habe sie ihn angefleht, wenigstens sich selbst zu retten wegen der Kinder und aus Rücksicht auf seine Verantwortung als Landesherr. Es war die letzte Chance zur Flucht. Die Gräfin Magdalena dagegen kam in den mörderischen Flammen um. Es war dies ein grausames Signal für die erbitterten Religionsstreitigkeiten im 16. Jahrhundert. Darüber und über die Folgen sowie die Reformation im Vorharzgebiet wird der Vortrag berichten.

Der Eintritt ist wie immer frei. Eine Spende zugunsten des Vereins Rettung Schloss Blankenburg e.V. wird erbeten.

Historische Ansicht von Schloss Blankenburg.
Historische Ansicht von Schloss Blankenburg.

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Fotoblog

Hier sehen sie eine kleine Sammlung von Bildern vom Schlossgeschehen. Und Bilder sagen ja bekanntlich mehr als 1000 Worte, deshalb bleiben sie weitgehend unkommentiert.

Es werden hier immer nur die neusten Bilder angezeigt. Die vollständige Sammlung finden Sie auf  Flickr.

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